Der Fall Christus von Lee Strobel
Das Buch zeichnet die fast zweijährige Suche des Investigativjournalisten Lee Strobel nach, das Christentum zu widerlegen, nachdem seine Frau sich bekehrt hatte. Als ehemaliger Atheist und in Yale ausgebildeter Rechtsredakteur für die Chicago Tribune wendet Strobel seine journalistische und juristische Expertise an, um die historischen Belege für Jesus Christus zu untersuchen.
Das Buch dokumentiert Interviews mit dreizehn führenden Gelehrten aus verschiedenen Disziplinen – Bibelwissenschaften, Archäologie, Alte Geschichte und Psychologie. Strobel baut seine Untersuchung auf Schlüsselfragen auf: Sind die Berichte der Evangelien zuverlässig? Gibt es glaubwürdige Beweise für die Existenz Jesu? Hat Jesus tatsächlich behauptet, Gott zu sein? Wurde er gekreuzigt und ist er auferstanden?
Strobel untersucht Augenzeugenberichte und bewertet dabei, ob die Verfasser der Evangelien in der Lage waren, genau zu berichten, und ob ihre Schilderungen Anzeichen legendärer Ausschmückung aufweisen. Er erforscht schriftliche Belege, untersucht die Zuverlässigkeit der Manuskripte und die Frage, wie genau unsere moderne Bibel die Originaltexte widerspiegelt. Archäologische Funde werden auf ihre Bestätigung der biblischen Berichte hin genau geprüft.
Das Buch widmet der Auferstehung große Aufmerksamkeit und untersucht alternative Theorien (der Diebstahl des Leichnams, Halluzinationen, die Scheintod-Theorie) sowie psychologische Belege für die Verwandlung der Jünger von furchtsamen Anhängern zu mutigen Märtyrern. Medizinische Experten beschreiben die Brutalität der Kreuzigung, während Historiker die Berichte über das leere Grab analysieren.
Durch die kritische Befragung von Gelehrten mit unterschiedlichen Standpunkten legt Strobel kumulative Beweise vor, die nahelegen, dass das Neue Testament historisch zuverlässig ist, dass Jesus seine Göttlichkeit beanspruchte und dass die Auferstehung die plausibelste Erklärung für die historischen Fakten ist.
Strobels Untersuchung führte ihn schließlich vom Atheismus zum Christentum. In einem zugänglichen, journalistischen Stil und nicht in akademischer Prosa geschrieben, wurde das Buch zu einem Bestseller der christlichen Apologetik. Es legt Argumente vor, die zeigen sollen, dass der Glaube an Christus auf einem rationalen Fundament historischer Beweise und nicht auf blindem Glauben beruht, obwohl Kritiker einwenden, dass Strobels Untersuchung einen Bestätigungsfehler hin zu vorab festgelegten Schlussfolgerungen aufweist.